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Die offene Hämorrhoidenentfernung nach Milligan & Morgan findet insbesondere dann Anwendung, wenn es sich um nur einen einzelnen und voneinander abgegrenzten Hämorrhoidalvorfall handelt.
Diese sogenannte Segment-Hämorrhoidektomie nach Milligan & Morgan wurde in den 30er Jahren erstmals angewandt. Der eigentliche Schließmuskel ist von der Operation nicht betroffen.
Hierbei werden die vergrößerten Hämorrhoidalknoten segmentär entfernt und ausreichend breite Hautbrücken am After (Anoderm) erhalten (siehe Abbildung). Dieser Bereich der Afterhaut ist sehr empfindlich, folglich wichtig für das Feingefühl und damit für den Feinverschluss. Mit anderen Worten, um Winde und Stuhl im Speziellen zu unterscheiden sowie um die Stuhltätigkeit im Allgemeinen zu regulieren: Die Kontinenz also.
Für die anschließende Wundheilung bleiben bei dieser Methode bewusst offene Wunden (siehe Abbildung) an der Afterhaut (Anoderm), die nach mehreren Wochen verheilen.
Damit verbunden ist meist ein Krankenhausaufenthalt von wenigen Tagen. In manchen Fällen kann auch ambulant operiert werden.
 | | Segmentäre Entfernung der Hämorrhoidalknoten. |
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