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Abbindung der Hämorrhoiden mittels Gummiring
Mit Hilfe des Afterspiegels wird mit einem speziellen Instrument ein Gummiring (ca. 5 mm Ø) über die Hämorrhoide gestülpt. Dieser Ring stranguliert das Gewebe und unterbindet die Blutzufuhr. Das überschüssige abgebundene Gewebe stirbt allmählich ab.
In den folgenden zwei Wochen geht dieser abgestorbene Hämorrhoiden-Knoten dann unbemerkt mit dem Stuhl ab. Hierbei kann es gelegentlich zu einer Blutung kommen.
Die Gummiring-Abbindung ist eine - verzögerte - Operation. Da sie aber im nervenarmen Bereich des Enddarms erfolgt, ist sie in der Regel schmerzlos. Der Eingriff dauert nur wenige Minuten. Die kleine Schleimhautwunde im Inneren des Afters heilt meist nach 3-4 Wochen, so dass dann weitere Behandlungen möglich sind.
Die Gummiringligatur kann von proktologisch geschulten Ärzten ambulant durchgeführt werden. Der Patient bleibt arbeitsfähig und hat keine Probleme bei der Stuhlentleerung. Er sollte allerdings etwa zwei Wochen extreme sportliche Leistungen unterlassen. Auch sollten Reisen, bei denen eine ärztliche Betreuung nicht möglich ist, in den folgenden Wochen unterbleiben.
Das beschriebene Verfahren ist nur bei größeren Veränderungen, also bei Hämorrhoiden im Stadium 2 oder bei einzelstehenden Hämorrhoiden im Stadium 3 angezeigt. Vielfach ersetzt es zunächst eine Operation mit stationärem Aufenthalt.
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